Johann Brunner
(1. Vorsitzender)

Derzeit umfasst Hans Brunners Limousin-Herde 40 Mutterkühe mit deren Nachzucht. Die Tiere sind fast das ganze Jahr auf der Weide, wo sie mit Tränken, Schattenplätzen und einem zusätzlichen Heuangebot umsorgt werden. Das bekommt den Tieren offenbar sehr gut – sie wirken zutraulich und neugierig. Die jungen Kälber haben einen eigenen Unterstand mit Strohbett, den sie gerne nutzen.
Überhaupt: Wohin man blickt, bemerkt man, dass sich hier Beachtung der natürlichen Gegebenheiten, Effizienz, technisches Know-how sowie Überlegungen zu Nachhaltigkeit und Tierwohl zu einem harmonischen Ganzen vereinen. Mit klugen Synergien und individuellen technischen Lösungen schafft es Johann Brunner, einen 72-Hektar-Betrieb mit Tierhaltung im Nebenerwerb zu bewirtschaften.

Werner Schindler
(2. Vorsitzender)

„Als ich vor 10 Jahren mit dem Ökolandbau begonnen habe, war die Vermarktungssituation sehr übersichtlich, weil hier im ländlichen Raum die Nachfrage nicht so gut ist wie in der Stadt. Man bekommt mindestens 30 – 40% weniger an Erlös und das ist, wenn man extensiv wirtschaftet und gute Qualität liefert, natürlich extrem deprimierend auf lange Sicht gesehen. Deswegen ist es eine Wohltat für uns gewesen, dass jetzt die Möglichkeit besteht die Tiere vernünftig zu vermarkten. Es wertet uns Rinderhalter auf und auch die eigene Arbeit!
Unsere Erzeugergemeinschaft steht für nachhaltige Landwirtschaft, tiergerechte Haltung und kurze Transportwege und ich bin überzeugt, dass es genügend Menschen gibt, die für unsere Rindfleisch-Produkte gerne bereit sind einen fairen Preis zu zahlen!“

Stefan Koschta
(3. Vorsitzender)

Mit Elisabeth Würstl und Stefan Koschta haben sich zwei gefunden, die leidenschaftlich gern Landwirte sind. Ihr Betrieb ist ruhig und malerisch gelegen in Unterwappenöst. Sie bieten ihrem Fleckvieh einen hochmodernen Laufstall in offener Bauweise und gefüttert wird überwiegend eigenes Futter – im Sommer täglich frisches Gras.
Milchvieh ist der Haupterwerbszweig ihrer Landwirtschaft. Jedoch gibt es auf dem Hof noch einige Besonderheiten: Alle Tiere behalten ihre Hörner und die Nachzucht wird selbst ausgemästet. Dabei wird auch bei der Nachzucht auf Kastration verzichtet. So beherbergt der Stall neben den 55 Milchkühen auch rund 125 Färsen und Bullen. Das ist eine Seltenheit für einen Bio-Milchviehbetrieb.

Manfred Dimper

Zwei, die an einem Strang ziehen: Manfred Dimper und seine Frau! Dabei können sie mittlerweile auf zehn Jahre Bio-Landwirtschaft zurückblicken – und das ganz ohne Reue. „Ich hatte einfach keine Lust mehr auf die ganze Chemie – deshalb habe ich umgestellt! Dabei hagelte es zwar mächtig Kritik, doch ich bin froh, dass ich den Schritt gewagt habe. Als Nebenerwerbs-Landwirt habe ich natürlich nur wenig Freizeit – dafür immer schmackhaftes Bio-Rindfleisch auf dem Tisch. Ohne Herzblut bei der Sache könnte man kein Landwirt sein!“ Durch den Beitritt zur Erzeugergemeinschaft erhofft er sich langfristig gute Absatzwege und Verbraucher, die seinen Einsatz für die natürliche Landwirtschaft und Rinderhaltung, mit dem Einkauf der wertvollen, regionalen Bio-Rindfleischprodukte honorieren.

Johannes Dötterl

Bereits 1991 stellten Ludwig und Christa Dötterl ihren Hof auf biologische Landwirtschaft um. Der Sohn Johannes Dötterl hat mittlerweile die Demeter-Landwirtschaft mit Milchvieh übernommen und liefert nach wie vor die Eier und den Dinkel für die hofeigene Herstellung von Dinkelnudeln. Diesen Betriebszweig hat die Tochter inzwischen zu sich ausgelagert, denn der Absatz der Demeter-Nudeln hat sich gut entwickelt.
Auch die Milchleistung der Kühe konnte seit der Investition in eine Heutrocknung gesteigert werden. Das Heu wird auf dem Feld nur noch angetrocknet, wertvolle kleinere Gräser und Blätter bleiben damit erhalten, das Heu duftet frisch und lecker und Kraftfutter wird eingespart.

Manuel König

Um sich für die Arbeit in der Landwirtschaft auch nach Feierabend vom Job noch zu begeistern, gehört eine gehörige Portion Idealismus dazu. Das ist bei Manuel König der Fall. Er hat mit seiner Liebe zum Tier eine sehr nachhaltige – und die nach Meinung vieler Agrarexperten einzig verantwortbare – Art und Weise gefunden, Rinder zu halten, nämlich in extensiver Mutterkuhhaltung, wobei die Tiere das Grünland pflegen und so auch für den Humusaufbau sorgen, was wiederum Kohlendioxid bindet. Für Manuel König ist die Verbindung von Naturschutz, Landschaftspflege und Tierliebe Maßstab für seine Tätigkeit als Nebenerwerbslandwirt. Und was dabei keinesfalls vergessen werden darf, ist das Ergebnis: der Genuss eines saftigen, schmackhaften Steaks vom eigenen Angus-Rind!

Peter Lang

Dass Petra und Peter Lang einmal als Landwirte arbeiten würden, war nicht geplant. Die beiden hatten nicht viel Ahnung von Landwirtschaft, als vor 25 Jahren die verpachteten Flächen im Familienbesitz frei wurden. Sehr schnell stand fest: Die nehmen wir!
Heute versorgen die Langs eine Herde von 10 Deutsch-Angus-Mutterkühen, die sich mit der Nachzucht auf der Sommerweide tummeln. Den Stall für die Tiere hat Peter selbst geplant und verwirklichte ihn gemeinsam mit ortsansässigen Handwerkern, um die Kosten überschaubar zu halten. Gefüttert werden die Rinder mit eigenem Heu, Silage und Stroh; Getreide kommt nur selten zum Einsatz. Bei der Schlachtung legen sie Wert darauf, dass die Tiere möglichst wenig unter Stress geraten. Zu diesem Zweck haben die beiden extra eine Transportbox entwickelt.

Bernhard Tretter

Drei Ferienwohnungen und ein voll bewirtschafteter Bio-Hof direkt am Fuß des Steinwalds: Schon in zweiter Generation sind Bernhard und Klaudia Tretter auf Erholungssuchende und Urlauberfamilien spezialisiert. Beim Anblick der sanften Hügellandschaft und der artenreichen Magerwiesen stellt sich umgehend das Urlaubsfeeling ein. Auf der Weide grast eine Mutterkuh-Herde Limousin-Rinder mit ihrer Nachzucht– und dazwischen eine Fleckvieh-Kuh, die ausschließlich Milch für die Feriengäste gibt – und so friedlich ist, dass auch Gäste sie gelegentlich selber melken können. Bernhard und Klaudia Tretter haben mit den Urlaubsunterkünften eine Möglichkeit gefunden, ihren Hof im Nebenerwerb erfolgreich weiterzuführen mit dem Bestreben, Menschen und Tieren das Beste zu geben, was ihnen möglich ist.

Matthias Zahn

Das automatische Melksystem mit der Weidehaltung vereinen – das war die schwierigste Aufgabe für den Betrieb bei der Umstellung auf Bio. Heute ist es für die 60 Kühe kein Problem mehr, selbstständig von der Weide zum Melkroboter zu gehen. Die Zeit, die früher beim Melken draufging, kann Matthias Zahn heute für die Tierbeobachtung und den direkten Kontakt zum Tier nutzen.
Diese moderne Bio-Milchwirtschaft bringt er auch gerne interessierten Besuchergruppen näher. „Heute fehlt ja vielen Verbrauchern der Kontakt zur Landwirtschaft, da sind wir Bauern gefragt, um Einblicke in die heutige Landwirtschaft zu gewähren!“, meint Matthias Zahn. Denn nur so werde der Wert der bäuerlichen Leistungen auch wirklich geschätzt.

Simon Zeitler

Auf dem Vollerwerbsbetrieb der Familie Zeitler gibt es schon lange Milchviehhaltung. Nach der Hofübergabe 2016 wurde der Betrieb von Simon Zeitler auf Ökolandbau umgestellt, um mehr im Einklang mit der Natur zu wirtschaften. Der Wettlauf in der Landwirtschaft nach immer mehr an Produktion ergibt für ihn keinen Sinn, wenn so viel davon weggeworfen wird. Deswegen passt der Ökolandbau sehr gut zum Betrieb. Jetzt nach der Umstellung des Betriebes auf Bio ist Simon erleichtert, denn mit dieser Entscheidung wurde der Wettlauf um immer mehr beendet, der Boden wird fruchtbarer und weniger anfällig bei Wetterextremen. Aber das Wichtigste ist: die erzeugten Lebensmittel sind hochwertiger, gesünder und vor allem in der Region gewachsen.

 

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